Das Argument der so genannten Herdenimmunität scheint in der aktuellen Impfdiskussion das Universalargument zum Beenden jeder impfkritischen Diskussion zu sein: Impfen, um andere zu schützen, die sich in Einzelfällen nicht selber schützen können. Was ist eigentlich Herdenimmunität?

In Deutschland seien nach Ansicht der Bundesregierung in den letzten 10 Jahren etwa 190.000 Menschen an Erkrankungen gestorben, gegen die man impfen könne - so zitiert zumindest die Tagesschau auf ihrem twitter-Account aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (Tagesschau 2017, DIP 2017).

Spätestens seit der Vaxxed-Tournée durch Deutschland als offenes Geheimnis gehandelt, erschien jetzt Ende April die erahnte wissenschaftliche Studie mit dem Vergleich geimpfter und ungeimpfter Kinder ("vaxxed vs. unvaxxed") bezüglich Entwicklungsauffälligkeiten (Mawson 2017).