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Wenn auch die STIKO in ihren Veröffentlichungen gerne den Eindruck erwecken, der impfologische Stein der Weisen wäre mit der jeweiligen Empfehlung gefunden und diese wäre (zumindest bis zur nächsten...) ehern in Stein gemeißelt, belehrt schon der Blick über den Tellerrand der deutschen Grenzen hinaus eines Besseren.

So ist die in Deutschland mit hohem Druck und viel Angst propagierte Impfung gegen Hepatitis B ("in JEDER Körperflüssigkeit"... "die vielen Bissverletzungen in der Krippe"... "die vielen Fixerbestecke auf dem Spielplatz"...) keinesfalls in allen vergleichbaren Ländern Westeuropas allgemein empfohlen, von den Impfungen gegen Meningokokken B und C, Windpocken oder Rotaviren ganz zu schweigen.... es gibt also beim Thema Impfen durchaus von staatlichen Behörden ernst genommene Fachkommissionen, die - in anderen Ländern als Deutschland - zu durchaus anderen Ergebnissen und Empfehlungen kommen, als die STIKO.

 

Impfempfehlungen Westeuropa 2018

 

Es wird deutlich, dass es bei Impfempfehlungen - anders als bei vielen anderen medizinischen Maßnahmen - keinen internationalen Konsens gibt. Mithin kann keine Impfkommission mit ihrer Empfehlung berechtigterweise den Anspruch erheben, den Maßstab über "richtig" oder "falsch" geimpft zu proklamieren - die der STIKO-Empfehlung vom BGH zugeschriebene Qualität eines "medizinischen Standards" ist sachlich völlig unhaltbar.

 

Literatur

BGH. Urteil vom 15.02.2000. VI ZR 48/99

Uzicanin A.  J Infect Dis. (2011) 204 (suppl 1): S133-S149. doi: 10.1093/infdis/jir102 (Abruf 24.06.2015)

Wiedermann U. Monatsschr Kinderheilkd 2009. 157:743-750. DOI 10.1007/s00112-009-1974-1

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