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Impfungen in der Schwangerschaft - vor nicht wenigen Jahren noch ein absolutes Tabu - rücken zunehmend in den Fokus des wissenschaftlichen (und merkantilen) Interesses. Speziell die Keuchhusten- und die Influenza-Impfung werden mittlerweile in zahlreichen Ländern für die werdende Mutter empfohlen, primär, um das dann neugeborene Kind vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.

Studien zu Komplikationen nach der Impfung beschränkten sich bis jetzt ganz überwiegend auf die Schwangerschaft selbst und die Zeit unmittelbar um die Geburt herum. Mittel- (oder gar lang-) fristige Auswirkungen dieser Impfprogramme sind bis jetzt weitgehend unbekannt (wie bei fast allen anderen Impfprogrammen auch...).

Nun versucht eine sehr große Untersuchung (Sukumaran 2018), Licht auf die Frage nach der Sicherheit der Impfung auch über die unmittelbare Peripartalperiode hinaus zu werfen:

   Über 400.000 Kinder wurden auf die Fragestellung hin untersucht, ob nach einer Impfung der Mutter in der Schwangerschaft gegen Keuchhusten oder Grippe die Sterblichkeit der Kinder oder die Zahl der Krankenhausaufenthalte während der ersten 6 Lebensmonate erhöht sei. Das Ergebnis beruhigt und beunruhigt zugleich - es gab für beide untersuchte Parameter keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Kindern, deren Mütter geimpft wurden und denen, deren Mütter in der Schwangerschaft ungeimpft blieben.

   Die Autoren der Untersuchung werten das als Beleg für die Sicherheit der Impfung - Komplikationen traten ja bei den Geimpften nicht häufiger auf, als bei den Ungeimpften

   In genau gleichem Maße beweist diese Untersuchung aber auch deren Nutzlosigkeit - denn: warum soll ich Mütter während der Schwangerschaft impfen, wenn ihre dann geboren Kinder bezüglich Sterblichkeit und dem Risiko von Krankenhausaufenthalten (als Maß für schwere Krankheitsverläufe) in keiner Art und Weise profitieren...

 

Näheres über den Stand des Wissens zur Keuchhusten- oder Grippe-Impfung in der Schwangerschaft finden Sie hier (Pertussis) und hier (Influenza).

 

Literatur

Sukumaran L, McCarthy NL, Kharbanda EO. Pediatrics. 141(2018):e20173310. Abruf 27.02.2018

 

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