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Nachdem die Kinderlähmung (Poliomyelitis) jetzt über ein Jahrzehnt in Europa ausgerottet und auf ferne Länder wie Indien und Pakistan begrenzt war, wurden in den letzten Monaten Polioviren wieder in deutlich näheren Regionen nachgewiesen.

Schon Ende 2012 wurde der Erreger im Abwasser der ägytpischen Hauptstadt Kairo nachgewiesen (DÄ 2013a), fand man jetzt auch Polioviren in der Kanalisation von Jerusalem (ECDC 2013). In Syrien sollen sogar symptomatische Krankheitsfälle gemeldet worden sein (DÄ 2013b), eine Überprüfung ist hier zur Zeit naturgemäß schwierig. Mittlerweile konnte die WHO aber in mindestens 10 von insgesamt 22 gemeldeten Verdachtsfällen die Diagnose sichern (Polioeradication 2013)

Da der in Israel wie in Deutschland bisher eingesetzte Polio-Impfstoff (IPV) zwar die Geimpften sicher vor einer Erkrankung schützt, die Ausbreitung der Infektion aber wenig effektiv verhindert wird in Israel derzeit wieder vermehrt mit der älteren, risikoreicheren, aber die Verbreitung besser unterbindenden Schluckimpfung (OPV) geimpft (DÄ 2013a).

 

Literatur


Deutsches Ärzteblatt 2013a. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53187/Poliovirus-in-Aegypten

Deutsches Ärzteblatt 2013b. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56252/Heisser-Polio-Cluster-in-Syrien

ECDC. http://www.ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/polio-risk-assessment-transmission-in-Israel.pdf

Polioeradication. http://www.polioeradication.org/tabid/488/iid/328/Default.aspx

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