Mumps

Mumps - Die Impfung

Wirksamkeit

  • Die Mumpsimpfung, selbst wenn sie zweimal durchgeführt wird, ist ausgesprochen schlecht wirksam.
  • Bei einer Mumpsepidemie in den USA im Jahre 2006 waren 84% der erkrankten Jungen zweimal geimpft und es zeigte sich, dass durch die Impfung das Erkrankungsalter deutlich nach oben verschoben wurde - der Altersgipfel dieser großen Epidemie (mehr als 6000 Krankheitsfälle) lag zwischen 18 und 24 Jahren. Gerade in diesem Alter treten die im Kindesalter seltenen Komplikationen der Erkrankung wesentlich häufiger auf (Dayan 2008).

  • Auch bei einem kleineren Ausbruch in Österreich 2006 waren mehr als 50% der Erkrankten geimpft (11% sogar zweimal) - und auch hier waren 98% der Erkrankten im Hochrisikoalter ab 15 Jahren (Schmid 2008).

  • Demgegenüber errechnete eine aktuelle Analyse der britischen Mumpsepidemie 2004/2005 eine deutliche Schutzwirkung schon durch nur eine Impfung: dieser Studie nach würde das Risiko von Komplikationen (Hirnhautentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Hodenentzündung) durch die Impfung deutlich gesenkt (Yung 2011). Problematisch bei dieser Analyse ist jedoch - wie bei allen anderen zur Mumpsimpfung auch - das bis zu 30% der Mumpsinfektionen zumindest ohne mumpstypische Symptome verlaufen. In Studien werden diese Fälle natürlich nicht erfasst und dadurch fällt das vermeintliche Komplikationsrisiko unrealistisch hoch aus, da es stets nur auf die diagnostizierten Fälle bezogen wird.

 

Nebenwirkungen

  • Die im Rahmen einer Mumpserkrankung mögliche Hodenentzündung - für viele Eltern der entscheidende Grund für die Mumpsimfpung -  wurde immer wieder als Impfkomplikation beschrieben (Clifford 2010, Suzuki 2002)

  • Meningitis (vom Institute of Medicine „anerkannte“ UAW). Das Risiko einer aseptischen Meningitis liegt nach MMR nicht wie bisher angenommen bei 0,4 bis 10 : 1.000.000, sondern bei 1 : 11.000 (Urabe Am9) (Miller, E. 1993)
  • Nationale Studien errechneten die Häufigkeit einer impfassoziierten Meningitis in Canada mit 1 : 3800 Impfdosen (Colville 1992),  in Yugoslawien mit 1 : 1000 geimpften Personen (Cizman 1989) und in Japan mit 1 : 2000 geimpften Personen (Sugiura 1991) bzw. 3 - 7 : 1000 Impflinge (Fujinaga 1991)
  • Eine postvakzinale Meningits wurde mittlerweile auch nach Impfungen mit dem Impfstamm Jeryl-Lynn beobachtet (Ehrengut 1989)
  • Diabetes mellitus (der ja auch als seltene Folge der Mumps-Erkrankung auftreten kann!) (Helmke 1986, Fescharek 1990, Neustaedter 1996)

  • Taubheit und Verlust des Gleichgewichtssinnes (Kaga 1998), wie sie in sehr seltenen Fällen ja auch nach Mumps auftreten kann.

  • In Rachenabstrichen geimpfter Kinder konnten Teile des Mumpsvirus nachgewiesen werden, so dass eine Übertragung des Impfvirus an Andere nicht ausgeschlossen werden kann (Nagai 2001).

 

Literatur

CIZMAN, M. PED INF DIS J 1989; 8:302-308.

Clifford, V.  Vaccine. 2010 Mar 19;28(14):2671-3. Epub 2010 Jan 17

COLVILLE, A. LANCET 1992; 340:786.

DAYAN GH. NEJM 2008; 358: 1580-89

EHRENGUT W; MONATSSCHR. KINDERHEILK, 1989, 137, 398-402

FESCHAREK, R.. VACCINE 1990; 8:446-456.

FUJINAGA, T. A. PEDIATR INFECT DIS J 1991 MAR;10(3):204-9

HELMKE, K. DIABETOLOGIA 1986; 29:30-33

KAGA, K. INT J PEDIATR OTORHINOLARYNGOL 1998 FEB;43(1):73-5

MILLER, D. BMJ 1993, 307:1171 - 1176

NAGAI, T. VACCINE 2001 JAN 8;19(11-12):1353-5

NEUSTAEDTER, R. THE VACCINE GUIDE. BERKELEY 1996

SCHMID D EUROSURV VOL 13, ISSUE 7, 14.02.2008

SUGIURA, A. PED INF DIS J 1991; 10:209-213.

SUZUKI M. NIPPON HINYOKIKA GAKKAI ZASSHI  2002 May;93(4):577-9.

YUNG CF. Emerg Infect Dis. 2011 Apr;17(4):661-7.

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