HiB - Die Impfung
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 14:19 Uhr
Impfstrategien
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Bei Impfbeginn im 1. Lebensjahr 2 Impfungen im Abstand von 4 - 8 Wochen, Auffrischung nach 1 Jahr
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Bei Impfbeginn nach dem 12./15. Lebensmonat genügt eine einzige Impfung eines Einzelimpfstoffes wie z.B. Act-Hib®.
Nebenwirkungen
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Zuckerkrankheit/Diabetes mellitus Typ I: Die Frage, ob die HiB-Impfung für das Auslösen eines Diabetes mellitus verantwortlich gemacht werden kann wird aktuell hochkontrovers diskutiert.
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Eine große (250.000 Kinder) finnische Studie hielt einen Kausalzusammenhang für unwahrscheinlich (Karvonen 1999), deren statistische Nachbefundung kommt zu widersprüchlichen Ergebnissen (arzneitelegramm 1999).
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In den letzten Jahren häufen sich allerdings die Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen der HiB-Impfung und dem Entstehen des Diabetes mellitus für möglich bzw. sogar für wahrscheinlich halten (Classen [Clustering of cases of insulin dependent...], Wahlberg 2003)
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HIB-Erkrankung: Der früher verwendete PRP-Impfstoff führte zu einem signifikant erhöhten Risiko einer HIB-Erkrankung nach Impfung (Osterholm 1988, Neustaedter 1996). Auch unter den neuen konjugierten Impfstoffen wurden mehrere solcher Früh-HIB-Fälle nach Impfung berichtet (Sood 1990).
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Guillain-Barré-Syndrom (s. Neustaedter 1996, p 167), Myelitis transversa (ebd.), Krampfanfälle (Vadheim 1993)
Die epidemiologischen Auswirkungen der Impfung sind umstritten:
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In Finnland konnte gezeigt werden, dass zeitgleich zum Rückgang schwerer HiB-Infektionen durch die Impfung die Zahl schwerer Pneumokokken-Infektionen zunahm (Vuento 1995). Ob beide Phänomene im Sinne einer bloßen „Keimverschiebung“ als Folge der Impfung zusammenhängen ist nach den vorliegenden Daten nicht abschließend zu klären.
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In Großbritannien kam es schon wenige Jahre nach der Einführung der HiB-Impfung bei Kindern zu einer deutlichen Zunahme der HiB-Erkrankungen bei Erwachsenen – diskutiert wird hier eine Abnahme der Bevölkerungsimmunität durch den fehlenden Erregerkontakt bei Kindern als Folge der „wirksamen“ Impfstrategie (McVernon 2004, s. Kapitel über Auswirkungen von Impfungen)


