Deutsche Hausärzte kritisieren STIKO-Empfehlung
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. März 2009 um 14:52 Uhr
In einem aktuellen Positionspapier unter dem Titel „Impfen um jeden Preis? Impfmüdigkeit in Deutschland?“1 kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) Umfang und Zustandekommen der STIKO-Empfehlungen sowie die Verflechtung der STIKO mit der Pharmaindustrie.
Sowohl in der Vielzahl der in den letzten Jahren teilweise lt. DEGAM „wenig vorbereiteten Einführungen“ als auch in den empfohlenen Impfungen selbst sieht der Ärzteverband eine mögliche Ursache für die beklagte „Impfmüdigkeit“ in Deutschland. Impfungen wie die gegen Windpocken, Meningokokken C oder Pneumokokken seien in ihrer Notwendigkeit oder ihrem Kosten/Nutzen-Verhältnis fragwürdig und der Bevölkerung schwer vermittelbar, bei anderen wie HPV oder Rotaviren stehe der letztendliche Wirksamkeitsnachweis noch aus.
Auch die „übereilte Einführung von Impfungen“ und „nachgewiesenen Industrie-Verflechtungen von Mitgliedern der STIKO“ verstärkten die Verunsicherung durch den Eindruck, die „Empfehlungen [seien] nicht allein von sachlich-wissenschaftlichen Interessen geleitet“ gewesen.
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