wirkt als Quecksilberverbindung ausgeprägt desinfizierend und war daher als Konservierungsmittel über Jahrzehnte in vielen Impfstoffen enthalten. Heute wird Quecksilber nur noch ausnahmsweise als Konservierungsmittel bei Impfstoffen eingesetzt, zuletzt bei der Impfkampagne gegen die so genannte "Schweinegrippe"". Eigentlich...

Denn offiziell sind zwar laut PEI und Fachinformation der Hersteller alle in Deutschland für die Grundimmunisierung von Kindern verwendeten Impfstoffe mittlerweile quecksilberfrei - eine australische Arbeitsgruppe konnte jedoch in dem einzigen auch in Deutschland verfügbaren 6-fach-Impfstoff Infanrix hexa® nennenswerte, nicht deklarierte Mengen von Quecksilber nachweisen... (Austin 2010)

Die einem Säugling im Rahmen der Grundimmunisierung früher parenteral verabreichte Menge Quecksilbers lag bei mindestens 0,075 mg (zum Vergleich: die WHO definiert als Grenzwert für die tägliche orale Zufuhr bei Erwachsenen 0,05 mg). Wie die meisten Quecksilberverbindungen wirkt auch Thiomersal neurotoxisch, schädigt also (irreversibel) das periphere und zentrale Nervensystem. Angesichts dieser Tatsache bleibt es vollkommen unverständlich warum erst in den letzten Jahren erste Untersuchungen über die Auswirkungen von in Impfstoffen verwandtem Thiomersal auf die frühkindliche Entwicklung durchgeführt wurden.

Eine Studie auf der Grundlage des hervorragenden amerikanischen Erfassungssystems für Impfstoff-UAWs (VAERS) kommt zu erschreckenden Ergebnissen: demnach wäre das Risiko für entwicklungsneurologische Schädigungen nach einer quecksilberhaltigen DTaP-Impfung wesentlich höher, als nach der thiomersalfreien Variante: im einzelnen ist das Relative Risiko (RR) für Autismus 6-fach, für allgemeine geistige Entwicklungsverzögerungen sogar mehr als 6-fach und für Sprachentwicklungsverzögerungen mehr als 2-fach erhöht. (Geier 2003). Hinweise auf ein erhöhtes Autismusrisiko fanden sich auch schon in den Untersuchungen von Bernard (Bernard 2001) und wurden auch in  neueren epidemiologischen Untersuchungen nochmals bestätigt (Geier 2004). Den aktuellsten diesbezüglichen Arbeiten zufolge erhöht die Exposition mit Quecksilber in thiomersalhaltigen Impfstoffen signifikant das Risiko, an Autismus (Young 2008, DeSoto 2007) und Autismus-ähnlichen Syndromen, Tics, Verhaltensstörungen und emotionalen Störungen (Young 2008) und Entwicklungsverzögerungen (Geier 2015, Geier 2014, Mrozek-Budzyn 2012) zu erkranken .

Eine im Jahr 2003 erschienene Studie, die in der veröffentlichten Version Bedenken zu Thiomersal zu zerstreuen scheint, hat, folgt man den Erkenntnissen des amerikanischen Arztes und Kongressabgeordneten Dr. Dave Weldon in einem Brief, den er an die Leiterin des CDC schreibt, eine überaus bemerkenswerte Publikationsgeschichte: Weldon zufolge enthielten die ersten Versionen der Untersuchung deutliche Hinweise auf entwicklungsneurologische Risiken durch Thiomersal. Als Folge eines darauf hin anberaumten „Krisentreffens“ zwischen den Studienautoren, dem CDC und der Pharmaindustrie seien die Rohdaten dann solange manipuliert worden, bis das gewünschte, harmlose Ergebnis folgte (Verstraeten 2003, Weldon 2003).

Darüber hinaus zeigen aktuelle Untersuchungen, dass Thiomersal auch in den an der Impfstelle auftretenden Konzentrationen bereits erbsubstanzschädigende Effekte haben kann (Westphal 2003)

Als möglicher Mechanismus der Schädigung durch Thiomersal wird nach neueren molekularbiologischen Untersuchungen vor allem eine Hemmung des für das Wachstum und die Differenzierung auch gerade von Nervenzellen entscheidende Methioninsynthetase und damit der entsprechenden Wachstumsfaktoren diskutiert – es konnte nachgewiesen werden, dass Quecksilber die Funktion dieser entscheidenden Enzyme signifikant hemmt und zwar bereits in Mengen, die deutlich unterhalb derer liegen, die mit thiomersalhaltigen Impfstoffen verabreicht werden (Waly 2004).

Das die Elimination von Thiomersal aus Impfstoffen schon sehr zeitnah zum Rückgang neurologischer Entwicklungsstörungen bei Kindern führt, zeigte sich in den USA, wo schon 3 Jahre nach dem Ersatz von Thiomersal durch andere Additiva der vorherige Trend der kontinuierlichen Zunahme von Entwicklungsstörungen sich umkehrte (Geier 2006)

 

Literatur:

Austin DW. J Toxicol Environ Health A. 2010;73(10):637-40.

Bernard, S. Autism: Med Hypotheses 2001 Apr; 56 (4):462-71

DeSoto C. J Child Neur 2007 Nov; 22; 1308-1311

Geier MR. Exp Biol Med (Maywood). 2003 Jun;228(6):660-4.

Geier DA. med Sci Monit 2004; 10(3): PI33-39

Geier DA. Journal of American Physicians and Surgeons, Volume 11, Number 1, 8-11;Spring 2006

Geier DA. Int J Environ Res Public Health. 2014 Sep 5;11(9):9156-70. Abruf 29.09.2015

Gier DA. Biol Trace Elem Res. 2015 Feb;163(1-2):28-38. Abruf 29.09.2015

Mrozek-Budzyn D. Neurotoxicol Teratol. 2012 Nov-Dec;34(6):592-7. doi: 10.1016/j.ntt.2012.10.001.

Verstraeten, T. Pediatrics 2003, 112(5):1039-48

Waly, M.. Molecular Psychiatry (2004), 1?13

Weldon, D. ZITIERT NACH http://www.thinktwice.com/fraud.htm

Westphal GA. Arch Toxicol. 2003 Jan;77(1):50-5. Epub 2002 Nov 06.

Young HA. J Neurol Sci. 2008 Aug 15;271(1-2):110-8