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Chikungunya-Lebendimpfstoff - Meningitis auch bei jungen Geimpften

Die europäische Arzneimittelagentur EMA verschärft die Sicherheitshinweise für den Chikungunya-Lebendimpfstoff Ixchiq™, nachdem ein Fall von Hirnhautentzündung nach der Impfung auch bei einem jungen, zuvor gesunden Erwachsenen aufgetreten ist.

Das wiederholte und teils tödliche Auftreten dieser Nebenwirkung war bislang nur von älteren Geimpften bekannt und hatte dazu geführt, dass die Zulassung des Impfstoffs in den USA widerrufen, in Großbritannien stark eingeschränkt und in Europa zumindest vorübergehend für Ältere eingeschränkt wurde (die EMA hat diese Kontraindikation für Ältere mittlerweile zurückgenommen). Die STIKO empfiehlt für Ältere ausschließlich den alternativen Totimpfstoff Vimkunya™, Ixchiq™ bleibt aber für Jugendliche und Erwachsene unter 60 Jahren in D empfohlen.

Zum Hintergrund: Chikungunya ist eine in (sub-)tropischen Regionen durch Tigermücken übertragene Virusinfektion, die typischerweise zu fieberhaften Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen führt und in seltenen Fällen (vor allem bei Säuglingen, Älteren und Vorerkrankten) zu schweren Verläufen oder Todesfällen führen kann.

Das industrieunabhängige arznei-telegramm weist darauf hin, dass für keinen der Imfpstoffe eine klinische Wirksamkeit nachgewiesen und die Zulassung nur auf der Grundlage des Nachweises von als schützend angenommenen Antikörper-Spiegeln erfolgt sei.

https://www.ema.europa.eu/en/news/meeting-highlights-pharmacovigilance-risk-assessment-committee-prac-9-12-march-2026

https://www.arznei-telegramm.com/de/6470/chikungunya-lebendimpfstoff-ixchiq-nutzen-schaden-bilanz-positiv