Eine US-amerikanische Studie vergleicht Daten aus Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zweier Gruppen von Frauen, die sich in der HPV-Impfquote deutlich unterschieden - einer so genannten high coverage- und einer low coverage-Gruppe.
Zusammengefasst fanden sich in der high coverage-Gruppe in der am stärksten geimpften Alterskohorte (21 - 29 Jahre):
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eine höhere Gesamt-Prävalenz an HPV-Infektionen als bei der low coverage-Gruppe
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eine Zunahme nicht durch den Impfstoff abgedeckter Hochrisiko-HPV-Typen verglichen mit der low coverage-Gruppe
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diese entsprechende Verschiebung auch in der Analyse der aufgetretenen Zellveränderungen am Gebärmutterhals (CIN 2+, potentielle Krebsvorstufen)
Obwohl diese Studie deutliche methodische Schwächen hat (die am häufigsten geimpfte Altersgruppe ist in beiden Gruppen ungleich stark vertreten; da der individuelle Impfstatus nicht betrachtet wird, ist es letztendlich nur ein für Verzerrungen anfälliges ökologisches Studiendesign; ...) ist dies ein weiterer Hinweis in Richtung eines mit der HPV-Impfung verbundenen replacement-Phänomens, in dieser Arbeit auch beobachtet im Zusammenhang mit entsprechenden möglichen Krebsvorstufen am Gebärmutterhals.
Morel D. 2026. https://doi.org/10.1016/j.ygyno.2026.02.016
