Nebenwirkungen der aktiven Impfung

  • Beschrieben wurden im engen zeitlichen Zusammenhang mit der FSME-Impfung v.a. immer wieder neurologische Nebenwirkungen mit teilweise bleibenden Schäden (arznei-telegramm 2007, 2002, 2001):

    • Narkolepsie (Schlafsucht) (Hidalgo 2016), Krampfanfälle, Myelitis/Rückenmarksentzündung (Ipatti 2012, Bohus 1993), Meningitis, Enzephalitis, Augenmuskellähmungen, Verlust der Riechfähigkeit (Vodicka 2010), Mulitple Sklerose (in Österreich als Impfschädigung anerkannt), Guillain-Barré-Syndrom, Depression

    • "In Gebieten mit geringem Infektionsrisiko kann die Gefährdung durch die Impfung daher größer sein als durch die Infektion." (arznei-telegramm 2007)

 

Wirksamkeit

  • Die Effektivität der Impfung ist nicht abschließend beurteilbar, denn ""Harte" Evidenz aus Studien mit klinischen Endpunkten liegt ... nicht vor" (arznei-telegramm 2007). Sicher scheint, dass für einen Schutzeffekt (wie groß auch immer der sei...) eine häufige Auffrischung (alle 3 Jahre!) erforderlich ist – von den im Jahr 2003 gemeldeten 278 Betroffenen in Deutschland waren immerhin 10 (knapp 4%) geimpft, allerdings war bei der Mehrzahl dieser Patienten die letzte Impfung mehr als die empfohlenen 3 Jahre her (RKI 2003)

 

Literatur:

arznei-telegramm 2001; 32: 41-3

arznei-telegramm 2002; 3; 27

arznei-telegramm 2007; 38: 70-1

Bohus M. Lancet 342 (1993), 239

Hidalgo H. Sleep. 2016 Oct 1;39(10):1811-1814.

Ipatti P. Duodecim. 2012;128(3):307-10.

PEI. Pressemitteilung - 23. Juni 2000

RKI. Jahrbuch 2003 und Jahrbuch 2004

Vodicka J.Vaccine. 2010 Jan 22;28(4):886-8.