Die (zwischen-) menschlichen Auswirkungen, die es hätte oder haben könnte, wenn eingreifende Vorsorgemaßnahmen, die an gesunden Menschen vorgenommen werden, plötzlich staatlich angeordnet würden, sind in der Diskussion um eine Impfpflicht bisher wenig thematisiert worden.

Jede Impfung ist faktisch und - auch wenn das von impfeuphorischer Seite immer wieder beklagt wird - auch juristisch eine Körperverletzung, die Impfung eines Kindes darüber hinaus auch noch vorgenommen an jemandem, für den Andere - in der Regel seine Eltern - das Sorge- und Bestimmungsrecht innehaben. Dies setzt dem Staat enge Grenzen, hier gegen den Willen des Einzelnen oder der Eltern, Impfungen verpflichtend vorzuschreiben.

Das zentrale Argument der Befürworter einer Impfpflicht auch in Deutschland sind die (angeblich nur) dadurch erreichbaren hohen Durchimpfungsraten und der erst damit zu erwartende, drastische Rückgang der betreffenden Erkrankung. Nur: stimmt das so überhaupt?

Die WHO erklärt auf ihrer Internetseite eine differenzierte, zurückhaltende Impfentscheidung zur "Notlage" und zur "Bedrohung der globalen Gesundheit" (WHO 2019) und setzt sie damit gleich mit z.B. der Klimakrise und der globalen Luftverschmutzung. Eine Steilvorlage für die üblichen Verdächtigen, gleich einmal wieder nach einer (Masern-) Impfpflicht zu rufen (Fischbach 2019, Lauterbach 2019) ...

Seitdem die Bundesregierung jetzt Eltern, die bei der Anmeldung ihres Kindes bei der KiTa keine Impfberatung nachweisen können, erstens die Denunziation durch die KiTa, zweitens eine Impfberatung durch die Gesundheitsbehörden und drittens im schlimmsten Falle sogar € 2500 als Bußgeld androht, ist die KiTa-Anmeldung Thema. Was dürfen KiTas eigentlich fragen und was müssen Eltern antworten?